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Oktober 2020

In schlechten Zeiten das Beste machen: wieder einmal geht es an die Digitalisierung von Filmmaterial aus prädigitalen Zeiten. Im Archiv befinden sich ca. 35.000 Kleinbild- und Mittelformatnegative mit entsprechenden Kontaktbögen, sowie weit über 12.000 Diapositive. Zeitraubend ist nicht nur der Digitalisierungsprozess,- vielmehr die richtige Auswahl zu treffen und dabei nicht in nostalgisches Stöbern zu verfallen, verlangen echte Disziplin.

Befriedigend ist die Feststellung, wie sich Themen, Herangehensweisen und meine Bildsprache im Laufe von 30 Jahren Fotografie verändert und entwickelt haben. Einiges würde ich heute nicht mehr so umsetzen, vieles sieht noch heute überzeugend aus. Was ich bedaure, ist der nahezu gänzliche Verlust des haptischen Bildes, des echten fotografischen Abzugs. Eine noch so hochauflösende Monitordarstellung von Bilddateien erreicht einfach nicht die Brillanz und Wahrnehmungsqualität einer hochwertigen Vergrösserung auf bspw. Barytpapier.

Eine kleine Auswahl (rollover) aus den späten 80er- und 90er-Jahren gibt es unten zu sehen. Aufgenommen wurde mit Mamiya RB67, Hasselblad 500 und Nikon F3 auf Kodak Ektachrome 100 und T-Max 100 Roll- und Kleinbildfilm.

MÄRZ

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CORONA I

Das sind die besten Jobs: internationales Unternehmen im Bereich Investitionsgüter, für das ich seit Jahren arbeite, benötigt die Visualisierung des Slogans für das Jahresmeeting. Ich werde hinsichtlich Liefertermin, Verwendungsoptionen und Realisierbarkeit gebrieft. Anschliessend beginnt die Kopfarbeit, das Hirnstürmen und die skizzenhafte Visualisierung.

Nach der Aufstellung der benötigten Requisiten, Modelle etc. und dem obligatorischen Besuch im Baumarkt werden Konstruktionen entworfen, gezimmert und gebaut. Es wird gesprungen, geflucht und Probeschüsse gemacht. Immer dabei: Charlie.

Der zweite Bildvorschlag überzeugt den Kunden, Ergebnisse (rollover) gibt’s rechts zu sehen. Das diesjährige Motto des Kunden lautete übrigens: jump the fence.

APRIL

20


WORK

BARK, die Erstausgabe unseres neuen Hundemagazins ist pünktlich zum Wonnemonat Mai erschienen.

40 Seiten prall gefüllt mit Fotografien, Infos und Reportagen, die keinen interessieren. Ein Blick in die kostenlose Online-Ausgabe lohnt sich dennoch.


  


hier geht’s zur Online-Ausgabe von BARK    

MAI

20


CORONA II

Aus dem fotografischen Alltag:

Electronic Partner EP aktualisiert und personalisiert seinen Aussenauftritt mit dem Ziel, lokale Betriebe nach dem Lockdown in die Wahrnehmung seiner Kunden zurückzuführen.

Der lokale Geschäftsführer ruft an, wir machen einen Termin, besprechen die gewünschte Bildsprache des Unternehmens und legen sofort los mit dem Shooting. Um den Grafikern die Arbeit zu erleichtern, schiessen wir gleich Freisteller.

Job erledigt. Danke für den Auftrag.

JUNI

20


WORK

… so sieht´s der Kunde

Nach der pandemiebedingten Unterbrechung nehmen wir die Arbeit mit unserem Langzeitprojekt Hidden Nudes, an dem seit einem Jahr gearbeitet wird, wieder auf.

Als Anspielung auf die vorwiegend durch Social-Media angesagte neue Prüderie und der damit einhergehenden Zensur selbst anerkannter Werke aus Fotografie, Malerei und Grafik, bleibt auch bei den neuen shootings das Posing vollständig dem Modell überlassen.  

Die Serie wird fortgesetzt.  

JULI

20


WORK

Auch die positiven Auswirkungen der Pandemie sollten erwähnt sein: mit gut gelagerten 135er Filmen aus der prädigitalen Ära, dem hervorragenden Nikkor 50mm/f1.4, das mittlerweise über 40 Jahre auf dem Buckel hat und einer frisch erworbenen FA in sehr gutem Zustand greife ich zurück auf meine fotografische Sozialisation und ziehe los.

Hierbei geht es nicht  um Vintage-Look oder Nostalgie, vielmehr ist es die Freude über die Robustheit des Systems, den fehlenden Autofokus und die tatsächlich entschleunigte Vorgehensweise der Fotografie.  Und die Tatsache, dass es für gute Aufnahmen weder Megapixel, Bildstabilisatoren oder Apps braucht.

Ergebnisse gibt’s im Oktober zu sehen.

AUGUST

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TECHNIK

Corona Diary: leave no one behind. Zum vormaligen Ausnahme- und derzeitigen Regelzustand ist eine Bildreihe in Deutschland, der Schweiz und dem Grenzgebiet zwischen beiden Ländern entstanden.


Zu einer Auswahl geht es hier.

SEPTEMBER

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CORONA III

#corporate_corona

Mit der Nikon FA einen Nachmittag an die Wutach. Bedeckter Himmel und nasser Boden. Zum Einsatz kommen eine Normalbrennweite mit f1.4 und ein starkes Weitwinkel mit f2.8, sowie der Gossen Lunasix F. Ein SW-Film : 36 Aufnahmen. Push-Entwicklung mit anschliessendem Scannen.


hier eine Auswahl des Ergebnisses (rollover)

OKTOBER

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PORTFOLIO

SCHWARZ WEISS WALD

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Für einen Artikel über nichtdigitale Profikameras müssen Auf-nahmen gemacht werden. Da es sich dieses Mal um die Mamiya RB67 handelt und ich selbst im Besitz dieses Biestes bin, habe ich genügend Zeit und Muse, mir diese im Studio vorzuknöpfen.

Durch hartes Licht und markant gesetzte Akzente, sowie die Eigenfarben des Motivs und des Hintergrundes erscheinen die Aufnahmen zunächst als Schwarz-Weiss. Erst im Detail sind sie als Farbaufaufnahmen erkennbar.

Mit dieser Kamera wurde übrigens die Mehrfachbelichtung der Hand, die den Not-Aus-Knopf betätigt (siehe März) 1989 gemacht.


hier ein Auszug (rollover)

OKTOBER

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WORK

DIE GROSSE SCHWARZE LEAVE NO ONE BEHIND